WEG-Recht

WEG-Recht

WEG-Recht ist kompliziert. Wohnungseigentümer, WEG-Gemeinschaften und Hausverwalter vertrauen daher zurecht auf unsere rechtliche Beratung.

Beseitigungsanspruch bei baulichen Veränderungen

Bei eigenmächtig vorgenommenen baulichen Veränderungen, wenn sie rechtswidrig sind, besteht u.U. ein Anspruch gegen den  Störer aus §§ 1004 ggf.  i.V. m. § 14 Nr. 1 WEG den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Diese können von beeinträchtigten Eigentümern oder nach “Vergemeinschaftung” von der WEG-Gemeinschaft geltend gemacht werden.

Lesen Sie hier demnächst mehr zu Entfernung und dem Rückbau von Dachfenstern

Bauliche Veränderungen i.S. d. § 22 WEG  liegen vor, wenn der Eingriff eine gewisse Erheblichkeit hat, wie im Einzelfall das Anbringen einer Außenjalousie, einem Außenspiegel,, Blumenkästen, Bodenschwellen oder einer kniehohen Beeteinfassung. Oft ist das aber auch sehr streitig, wie im Falle von Bohrungen in die Außenwand, dem Aufstellen eines Fahrradständers oder dem Abholzen eines Baumes.

Lesen Sie hier zum Beseitigungsanspruch gegen eine Außenmarkise:

Je nachdem, ob die bauliche Veränderung am Sondereigentum oder am Gemeinschaftseigentum erfolgt, gibt es verschiedene Voraussetzungen für die Rechtswidrigkeit. Maßnahmen außerhalb der ordnungsgemäßen Verwaltung bedürfen eines oder mehrerer Beschlüsse mit z.T. unterschiedlichen Mehrheiten, ja nachdem auch ob eine Instandhaltungsmaßnahme oder Modernisierung durchgeführt werden soll. Die Anforderungen an den nötigen Beschluss sind durchaus hoch, wobei eine bloß formelle Rechtswidrigkeit oft nicht reichen wird.

Es hängt auch von der Teilungserklärung und sonstigen Vereinbarungen ab, ob die bauliche Veränderung tatsächlich rechtswidrig war. Schließlich ist auch zu beachten, ob sich der Anspruch gegen den Störer oder dessen Rechtsnachfolger handelt.

Schadensersatzansprüche gegen WEG-Störer durchsetzen

Kommt es im Zugen der Baußmaßnahmen in einzelnen Wohnungen zu Beschädigungen, etwa im Rahmen von Arbeiten durch unkontrollierten Wasseraustritt oder baubedingten Erschütterungen gibt es Schadensersatzansprüche aus §§ 280 ff. BGB und ggf. sogar einen verschuldensunabhängigen Ausgleichsanspruch nach § 906 II 2 BGB analog.

So entziehen Sie WEG-Eigentum

Kostenbeteiligung baulicher Veränderungen abwehren

Die Kostenbeteiligung wird gewöhnlich im letzten Beschluss festgelegt, wenn nicht die Teilungserklärung diese schon regelt. Nicht zustimmende Wohnungseigentümer sind außen vor, wenn sie nicht ausnahmsweise nach § 812 ff. BGB heranzuziehen sind. Im Falle von teilweise zustimmungsfreien baulichen Veränderungen sind diese zudem nur eingeschränkt von den Kosten freigestellt.

Streitigkeiten um Hausgeldabrechnungen

WEG-Gemeinschaften sind oft ein Herd für eine Vielzahl für Streitigkeiten, weil eine Vielzahl von gegenseitigen Interessen aufeinandertrifft und das Rechtsgebiet kompliziert ist und viele Besonderheiten aufweist. Hier wollen Sie einen kompetenten Berater an der Seite wissen, der Sie vor den Fallen bewahrt und Ihnen die nötige Sicherheit zurückgibt. Auch Hausverwaltungen vertrauen auf das Wissen von Rechtsanwalt Christopher Richter, LL.M.Eur.

Bei den Jahres- und Einzelabrechnungen tauchen immer wieder Fehler auf, die für WEG-Mitglieder unnötige hohe Kosten bedeuten.

hier haben wir für Sie die fünf häufigsten Fehler in Hausgeldabrechnungen zusammengefasst

Nach einem neuen interessanten Urteil müssen Hausverwalter übrigens einen Beschluss der WEG-Gemeinschaft einholen, wenn sie  außergerichtlich einen Rechtsanwalt einschalten, um rückständiges Hausgeld einzuklagen, sonst bleiben die Anwaltsgebühren an der Gemeinschaft hängen (Vgl. AG Frankenthal vom 09.11.2016, Az: 3a C 234/16).

Nichtigkeit und Anfechtbarkeit von WEG-Beschlüssen geltend machen

Ein schier unerschöpfliches Streitpotential lösen  Mehrheitsbeschlüsse aus, die von der Eigentümerversammlung getroffen werden und die in nicht wenigen Fällen unwirksam oder sogar nichtig sind. Hier besteht eine einmonatige Anfechtungsfrist. Unbestimmte, rechtswidrige oder ungenügend begründete Beschlüsse brauchen Sie sich also nicht gefallen lassen.

Lesen Sie hier mehr zur Anfechtung von WEG-Beschlüssen

Auch bei der Formulierung der Tagesordnung, der Einladung oder der Abstimmung werden viele Fehler gemacht, etwa ist die Durchführung der Wohnungseigentümerversammlung an einem unzumutbaren Ort, wie etwa in der Waschküche, in der Regel unzulässig (über diesen kuriosen Fall hatte kürzlich tatsächlich das AG Dortmund zu entscheiden, Az.: 512 C 31/17).

Aber Achtung! Nicht alle merkwürdig anmutenden Beschlüsse sind rechtswidrig.

Lesen Sie hier mehr zum Sanierungsbeschluss

Haftung von Hausverwaltern geltend smacen

Bei Fehlern kann u.U. die Hausverwaltung für Schäden haften und im Falle einer erfolgreichen Beschlussanfechtungsklage für die Prozesskosten gem. § 49 WEG herangezogen werden.

Lesen Sie zu den wohl größten Haftungrisiken von Hausverwaltern hier mehr

Weitere Fragen? 0931/47085337